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4. ERSTE VERSUCHE SIND SCHWER
Ein schneidender Wind fegte erbarmungslos über die deckungslose Ebene. Dazu noch klirrender Frost. Wir standen vor
dem langen Rohrabschnitt wie eine Herde Ochsen. Betreten und ziemlich ratlos. Laut der Verarbeitungsvorschrift des
US-amerikanischen Herstellers durfte die selbstklebende Polyken-Folie nur bei Temperaturen im positiven Bereich
verarbeitet werden. Sonst bestand die Gefahr, dass sich die Folie wieder vom Untergrund ablöste und damit wertlos
würde. Das Rohr musste also vorgewärmt werden. Bei derartigem Frost legten die Schweißer einen Doppelringbrenner
um den Rohrumfang. Dieser “Ring” konnte dann horizontal auf dem Rohr in beide Richtungen bewegt werden. Die
Beheizung erfolgte mit Propangas. Die Erwärmung sollte Materialspannungen infolge extremer Temperaturunterschiede
reduzieren. Uns ging es lediglich darum, das Rohrmaterial so aufzuheizen, daß die Schutzfolie sicher kleben würde. Als
wir den Brenner zum ersten Mal starteten, wurden bereits nach wenigen Minuten die Flammen immer kleiner. Schließlich verloschen sie ganz. Die Propanflasche war voll, das Druckminderventil in Ordnung, auch an der
Schlauchzuleitung konnten wir kein Leck finden. Es dauerte einige Zeit bis wir den eigentlich simplen Grund fanden: Der
Doppelringbrenner besaß eine sehr große Anzahl von Flammdüsen, damit die Erwärmung der Rohroberfläche möglichst
gleichmäßig erfolgte. Logischerweise erforderte dies aber eine erhebliche Gasmenge. Bedingt durch die Kälte und hohen
Gasverbrauch verdampfte nicht genügend Propan und die Flasche “fror” ab. Zwei Flaschen mussten daher parallel angeschlossen werden.
Unser Meister ging in die “Spur” und fuhr mit dem LKW in die Schweißbase. Nur dort konnte ein entsprechendes
Verbindungsstück angefertigt werden. Einige Stunden würden aber trotzdem vergehen, ehe Frank zurückkam. Wir
verzogen uns eilig in den Aufenthaltswagen. Trotz Wattebekleidung und Filzstiefel waren wir ohne Ausnahme total
durchgefroren. Franky, der Schweißer, schleppte zusammen mit einem Kollegen drei Rollen Polykenfolie in den
Bauwagen und stellte sie im Vorraum ab. Dort konnte die brettharte Folie wenigstens etwas temperieren. Das einzig
Positive an dieser Zwangspause: der Ofen strahlte ordentliche Wärme ab. Der Essenfahrer brachte kurz nach 9 Uhr das zweite Frühstück und unterbrach für kurze Zeit die nervende Langeweile.
Kurz vor Mittag brachte der Meister nicht nur das Passstück mit, sondern auch noch einige 1000 Watt
Halogenscheinwerfer mit langen Stativen. Komisch, zuhause in den Betrieben hätten sich die meisten unserer Truppe
schwarz geärgert, wenn solche betriebsbedingten “Pausen” endeten, indem man die Ursachen dafür beseitigt hatte. Hier
und heute verließen alle freiwillig den Bauwagen. Jeder wollte beim “Probelauf” des Ringbrenners dabei sein. Der Adapter
passte. Jetzt fauchten die Flammen gleichmäßig. Die Wärme der Brennzone dehnte sich gleichmäßig nach links und
rechts aus. Die dicke Reifschicht auf der Rohroberfläche schmolz, und die entstandenen Wassertröpfchen verdampften.
Kurz darauf war das Metall bereits handwarm und konnte mit “Primer” (ein schwarzer Voranstrich, ebenfalls aus den
USA) angestrichen werden. Die verschiedenen Gefahrensymbole auf den Fässern blieben unbeachtet... Zwei Kollegen
pinselten mit großen Wandbürsten eifrig den dünnflüssigen, aromatisch riechenden Voranstrich auf das bereits erwärmte
Rohrstück. Plötzlich gab es einem dumpfen Knall. Ein grellroter Feuerball zuckte und pechschwarzer Qualm wirbelte
empor! Der gesamte Rohrabschnitt stand in hellen Flammen. Augenblicklich sprang das Feuer auf beide Eimer mit dem
Primer über. Selbst die Bürsten und Handschuhe beider Kollegen brannten. Instinktiv steckten diese ihre
heißgewordenen “Vorderfüße” in den Schnee und löschten damit augenblicklich das Feuer. Das Rohrstück und die
Eimer brannten munter weiter. Eilig zerrten wir die schweren Flüssiggasflaschen aus dem Gefahrenbereich und
schlossen die Ventile. Die Flammen auf dem Rohrstück erloschen schnell. Nur aus den zwei Zinkeimern gurgelten noch lange dunkelroten Feuersäulen.
Die Schadensbilanz war vertretbar. Niemand wurde verletzt. Nur unserem Schweißer hatte es einen Teil des prächtigen
Vollbartes abgesengt. Die mediumgebratenen Lederhandschuhe würden in den nächsten Tagen die Krähen als Sättigungsbeilage fressen...
Eigentlich war es ein Schildbürgerstreich gewesen. Keiner von uns hatte auch nur einen Augenblick daran gedacht, dass
wir mit der Windrichtung arbeiteten. Die Lösungsmitteldämpfe des Primers wurden vom Wind direkt in die Flammen des
Ringbrenners geblasen und entzündeten sich augenblicklich. Die positive Seite dieses Vorfalls: das Rohr war schön
warm geworden! Wenn wir uns jetzt beeilten, konnte die erste Lage der Folie gewickelt werden. Harald und Peter hatten
einen Schaufelstiel durch den Pappkern einer Folienrolle gesteckt und schleppten die 63 kg schwere Rolle zum Rohr.
Die beiden “gebrandmarkten” Kollegen hatten sich inzwischen neue Eimer und Bürsten aus dem Materialwagen besorgt.
Auf dem warmen Untergrund trocknete der Voranstrich fast sofort ab. Einer musste auf das Rohr klettern und den
Anfang der Folie oben festkleben. Ich versuchte hochzuspringen, rutschte aber auf der haltlosen Oberfläche des Rohres
immer wieder ab. Peter, ein Riesenkerl, fasste mich am Kragen und Hosenboden und hob mich mit einem Ruck hoch.
Der Schwung war kräftig. Um ein Haar wäre ich an der anderen Seite des Rohres wieder heruntergesegelt, hätte ich
nicht geistesgegenwärtig Arme und Beine gespreizt. Ich kniete mich auf das Rohr, nahm den Folienanfang entgegen und
drückte ihn kräftig an. Dabei musste ich beachten, das die neue Lage die bereits maschinell gewickelte Folie genügend
überlappte. Die erste Bahn musste wie eine “Bauchbinde” im 90°-Winkel zum Rohr gewickelt werden. Dann wurde
abgeschnitten und das Bahnende wieder um 10–15 cm über den Bahnanfang geklebt. Wenn ich die Folie oben
angeklebt hatte, liefen beide Kollegen ein Stück rückwärts. Dabei wurde die Folienbahn von der Rolle abgezogen. Ein
dritter Kollege strich die Folie an den Rohrflanken gleichmäßig glatt. Anschließend übergaben Franky und Peter die
Rolle zusammen mit dem Schaufelstiel an zwei andere Kollegen auf der anderen Seite des Rohres, d.h. sie mussten
sich hinknien und die am Anfang noch bleischwere Rolle unter dem Rohr durchreichen, wo sie die beiden anderen entgegennahmen und hochzerrten. Ein sechster Mann auf der anderen Seite drückte die Bahn ebenfalls an der
Rohrflanke fest, während die Rolle bis zu mir emporgehoben wurde. Ich erfasste dann beide Enden des Schaufelstiels
und wälzte die Rolle über den Rohrscheitel, bis Franky und Peter sie wieder erreichen konnten. So ging es weiter.
Runde für Runde. Bald zeigte uns die Polykenfolie ihre arteigenen Mucken: Durch das Schrägwickeln entstanden
automatisch Falten. Für Erdreich und Wasser die beste Möglichkeit bis zur metallischen Rohroberfläche vorzudringen.
Theoretisch hätte man diese Falten einzeln aufschneiden können. Das war aber verboten. Der Auftraggeber “SIGS”
(“Sojus-Intergas-Stroi”) verwarf dann bei der Abnahme solche Abschnitte. Es gab zwei Typen der schwarzen
Polykenfolie: die “Rote” und die “Grüne” (Kennzeichen der Verpackung). Später lernten wir den Folientyp durch bloßes
Berühren mit den Händen unterscheiden. Die rote Folie war relativ weich und geschmeidig. Sie wurde prinzipiell zuerst
gewickelt und hatte ausgezeichnete elektrische Isolationseigenschaften. Auf diese folgte dann die grüne Folie. Diese
war stärker und damit auch starrer. Sie zeichnete sich durch hohe Beständigkeit gegen Säuren und Laugen sowie eine
gute mechanische Festigkeit aus. Heute kam es zu weiteren Pannen. Diejenigen, die mit der Rolle zurücklaufen
mussten, um eine entsprechende Länge der Polykenfolie abzuziehen, stolperten öfters über die tiefen hartgefrorenen
Fahrspuren und landeten schmerzhaft auf dem Hinterteil. Blaue Flecke und Prellungen waren angesagt. Vom heutigen
Standpunkt aus betrachtet, schafften wir an diesem Tag mit sieben Männern weniger, als was wir später zu dritt locker
in einer Stunde erledigten. Unser Meister tanzte herum wie ein wildgewordener Derwisch und versuchte ständig zu helfen
. Er wollte mit Hand anlegen und sich durch scheinbar gute Ratschläge positionieren. Positive Vorsätze, doch im
Moment nützten sie nicht einmal ihm etwas. Er hatte von Leuten, die die realen Voraussetzungen vor Ort kaum kennen
konnten, Planvorgaben erhalten, die er zu erfüllen hatte. Koste es, was es wolle. Franky hatte bei seiner Schweißertruppe an der ersten Trasse schon Handisolierungen durchgeführt. Doch die jetzigen Vorgaben des
Auftraggebers waren dazu im Vergleich wesentlich strenger geworden und so nützten uns seine bisherigen Erfahrungen
im Prinzip herzlich wenig. Wir mussten uns selbst die notwendigen Fertigkeiten aneignen und, obwohl ich diese hohle
Phrase eigentlich hasse, aus “unseren Fehlern lernen”. Die Routine stellte sich erst später ein.
Wir merkten den Einbruch der Dunkelheit erst, als Franky versehentlich in mein Messer griff. Die Wunde im Handballen
blutete stark. Trotzdem arbeitete er weiter, nachdem die Verletzung notdürftig bandagiert war. Eine Schweißnaht musste
noch fertig isoliert werden. Wir stellten unsere “Studiobeleuchtung” auf. Die Halogenscheinwerfer leuchteten die
Baustelle bis in den letzten Winkel aus. Sie blendeten unerträglich, wenn man in ihre Richtung blicken musste. Das
ständige knien auf dem harten Untergrund bereitete ziemliche Schmerzen. Zudem musste ich ständig aufstehen, um die
Polykenrolle entgegenzunehmen und weiterzureichen. Der Rücken maulte ebenfalls erbärmlich. Mein bisher noch kurzer
“Studentenbart” hatte Eisgraupeln angesetzt. Als wir die letzte Windung “grüner Folie” wickelten, brachen wir vor Freude
in urige Schreie aus. Die Tortour war zu Ende – für heute wenigstens...
Ich schleppte mich wie gerädert ins Zimmer. Roland und Heinz saßen am Tisch beim Abendbrot. Das Bett von Peter,
dem “Wassermann”, war abgezogen. Ein Koffer und zwei Taschen standen darauf. Ein unbekannter Name auf den
Anhängern. Nach dem Duschen zog ich meinen Trainingsanzug an und holte den Anorak aus dem Schrank.
“Willst wohl ins Kino? erkundigte sich Heinz. “Nein, ich gehe in den Speisesaal. Hab noch nichts gegessen.” antwortete
ich. Roland stand auf: “Kannst gleich hier mit essen. Ich setze noch mal Teewasser auf.” Ich hängte den Anorak wieder
in den Schrank zurück und setzte mich an den Tisch. Heinz schmierte sich hingebungsvoll Hausmacherleberwurst aus
unserer Betriebsküche fingerdick auf eine Scheibe Brot. “Peter ist ausgezogen. Man hat die Leute vom Wasserwerk auf
eine Baracke verlegt. Die bleiben ja ohnehin bis zum Schluss. Dafür haben wir einen Neuzugang, ist heute erst angekommen.” Roland hatte seinen Tee fertig gebrüht und brachte drei Tassen mit.
Als wir später den Tisch abräumten, betrat der Neue das Zimmer. Er gab mir die Hand und begann dann sein Bett zu
beziehen. Marco hieß er und wohnte in der Nähe von Köthen. Hier würde er bei der Rekultivierung arbeiten. Die Leute
von der Rekultivierung waren die Letzten an der Erdgastrasse. Dieses Gewerk stellte gewissermaßen den “Urzustand”
wieder her: beseitigte Abfälle und Schrott. Alles was vom Baugeschehen zurückgeblieben war und nicht schon von den
Einheimischen “entsorgt” wurde. Ihre wichtigste Aufgabe bestand im Wesentlichen darin, die ehemaligen Baustellen
dem landschaftlichen Charakter der Umgebung wieder anzupassen. Hatten die Vorstrecker den Leitungsverlauf durch
einen Mischwald geführt, so wurde auf dieser Strecke eben wieder Mischwald aufgeforstet – um nur ein Beispiel zu
nennen. Diese Truppe wurde zwar manchmal etwas geringschätzig belächelt, doch ihre Tätigkeit war alles andere als bedeutungslos.
Marco war in den Waschraum gegangen. Heinz hatte plötzlich eine, wie er behauptete, “mittelprächtige Idee”. Schnell
unterrichtete er uns von seinem Plan. Marco kam zurück und Heinz fragte ihn scheinheilig, ob er Lust auf einige Runden
Skat hätte. Er nickte zustimmend. Heinz holte die Karten aus seinem Schrank. Der Neue hatte am “Brett” eine Tasche
voll “Einstandsbier” gekauft und stellte die Flaschen auf den Nachtschrank neben seinem Bett. Ich holte das Dreiliterglas
mit dem selbstgebrannten Schnaps vom Kolchosbauern und Roland brachte Gläser. Heinz schwärmte begeistert: “Heute
, Marco, trinken wir mal zur Feier des Tages etwas ganz Feines!” Er öffnete den Plastedeckel des Glases und schenkte
ein, ohne auch nur einen einzigen Tropfen zu verschütten: “Auf deine Einreise, Marco.” Wir tranken den hochprozentigen
Schnaps in einem Zug. Der Neuankömmling wollte unbedingt Härte zeigen und gurgelte den dunstenden Fusel ebenfalls
nonstop hinunter. Dann begann er japsend nach Luft zu ringen. Roland grinste und klopfte ihm mitfühlend auf den
Rücken. Heinz verteilte die Karten. Das Spiel begann. Rasch begann bei Marco der starke Samogon zu wirken.
Beschwingt erzählte er eine ganze Reihe von Witzen, die wir in unserer isolierten Situation noch gar nicht kannten. Nach
einem weiteren Glas erzählten wir Marco, um was für ein “Getränk” es sich handle. Dieser wurde plötzlich sehr
nachdenklich. Beim Vorbereitungslehrgang für die Trasse hatte man auch ihn vor den “schrecklichen
Folgeerscheinungen” nach dem Genuss von Selbstgebrannten eindrücklich gewarnt. Wir versicherten ihm aber, dass
dies nur “hin und wieder” passieren würde und das es hier im Wohnlager bisher nur “wenige” Todesfälle gegeben hätte...
Roland war an der Reihe mit Geben, danach stand er auf und sagte, er müsse mal austreten.
Das war unser Stichwort. Wir hatten unsere Karten aufgenommen, auch Marco, der trotz seines angetrunkenen
Zustandes immer noch erstaunlich gut spielte. Als mit dem Reizen begonnen wurde, verlosch plötzlich die
Zimmerbeleuchtung. Roland hatte im Flur die Kippsicherungen für unser Zimmer herausgedrückt. Heinz und ich taten,
als wäre überhaupt nichts geschehen und reizten weiter. Ich sagte im Dunkeln “passe”. Heinz nahm den Skat auf,
knisterte vernehmlich mit den Karten und rief freudig: “Na, ihr beiden habt mir gerade noch gefehlt”. Dann knallte er die
beiden scheinbar abgelegten Karten auf den Tisch: “Grün. Marco spielt aus." Doch Marco war sehr still geworden. Erst
nachdem ihn Heinz nochmals energisch aufforderte endlich auszuspielen, begann er mit gebrochener Stimme zu
stammeln: “Jungs, ich sehe überhaupt nichts mehr! Mir ist ganz schwarz vor den Augen. Ich glaube, ich muss mich
hinlegen...” Roland hatte an der Tür gehorcht und drückte schnell die Sicherung wieder ein. Eigentlich wollten wir den
schon fast makaberen Scherz noch etwas eskalieren lassen. Aber Roland handelte richtig: wer weiß, was der arme Kerl
in seiner panischen Angst noch alles angestellt hätte. Wir beeilten uns deshalb, ihn so schnell wie möglich in sein Bett
zu verfrachten. Hier konnte er in Ruhe über seine plötzliche Blindheit und deren wundersame Heilung nachdenken.
Marco erzählte uns später, er habe tatsächlich geglaubt, daß ihm der selbstgebrannte Schnaps sein Sehvermögen
geraubt hätte. Als aktiver Volleyballspieler trank er ohnehin sehr selten Alkohol. Diese ”doppelte Ladung” des
hochprozentigen Schnapses habe ihm förmlich die Beine weggehauen. Solche groben Scherze waren hier tatsächlich
nicht die Ausnahme. Die Betroffenen mussten in der Lage sein, sie einfach wegzustecken, oder noch besser,
gemeinsam mit den anderen darüber zu lachen. Wer dies nicht schaffte, flog früher oder später” in die Heimat zurück.
Für “Weicheier” gab es hier kein Erbarmen. Es war nicht der Ausdruck von Verrohung oder gar Sadismus, sondern mehr
eine natürliche Abwehrreaktion auf die physischen und psychischen Härten dieses Einsatzes hier.
Am nächsten Morgen setzten wir zur nächsten Baustelle um. Diesmal waren keine einzelnen Schweißnähte zu isolieren
, sondern ein langes Passstück, in das man noch als besondere Schikanen für uns einige Bogen eingesetzt hatte. Hier
war das Wickeln der Schutzfolie besonders kompliziert, denn an den Innenseiten der Radien wölbte sich die Folie auf
und konnte darum nicht mehr auf der Rohroberfläche haften. Aus diesem Grunde klebten wir zuerst keilförmig
zugeschnittene Folieteile auf die Bögen. Eine zeitraubende und auch nervenzermürbende Tätigkeit, denn mehr als einmal mussten wir alles wieder herunterreißen und von Neuem beginnen.
Ein eigentlich simples Problem bereitete uns Kopfzerbrechen. Bisher hatten wir noch kein geeignetes Werkzeug zum
Schneiden der Folie gefunden. Normale Messer und Scheren waren ungeeignet. Die Folie klebte an den Schneiden fest.
Bei der Suche nach einer dauerhaften Lösung dieses Problems erinnerte ich mich an einen Betrieb in Weißenfels. Dort
wurden Leder und Kunstleder zu Täschnerwaren verarbeitet. Zum Abtrennen der benötigten Längen von den Rollen
benutzten die Arbeiter im Zuschnitt Spezialmesser, in deren Klinge eine Kerbe eingeschliffen war. Diese hakten sie in
die Bahn und schnitten sie in einem Zug durch. Eines war allerdings klar: kurzfristig konnten solche Messer kaum beschafft werden.
Mit den täglichen Mahlzeiten wurden selbstverständlich auch Bestecke mitgeliefert. Es waren keine primitiven
Aluminiumwerkzeuge, wie sie in den meisten Betriebskantinen Verwendung fanden und aus deren Gabeln und Löffeln sich die herrlichsten Kunstwerke biegen ließen, sondern es waren solide Edelstahlbestecke.
Ich “lieh” mir ein Messer. Mehrmals am Tage fuhr ein Werkstattwagen an unserer Baustelle vorbei. Bei der nächsten
Gelegenheit hielt ich den “W 50” an und erzählte dem Fahrer von meinem Vorhaben. Bereitwillig startete dieser den eingebauten Bordgenerator.
Am Schleifbock verwandelte ich die abgerundete Messerklinge zu einer scharfen Spitze und beseitigte den
ursprünglichen Wellenschliff. Mit einem Winkelschleifer schliff ich eine tiefe schräge Kerbe in die Klinge und verjüngte
diese noch gleichmäßig vom Messergriff bis zum Kerbenbeginn. Dadurch würde die Folie beim Ansetzen des Messers
wie von selbst in die Kerbe gleiten. Den Schleifgrat in der Kerbe beließ ich, denn er war scharf wie eine Rasierklinge. Die
neuentstandene Messerschneide schärfte ich noch an einem Abziehstein und schon war der Prototyp eines
“Isolierermessers” fertig. Voller Spannung probierte ich anschließend das gute Stück aus. Es funktionierte genau so wie
erwartet: man brauchte die Folie nur an einer Kante etwas anzukleben und straff zu halten. Das Messer durchtrennte die Bahn mühelos in einem Zug.
Häufig mussten wir Schäden an bereits werksisolierten oder maschinenisolierten Rohrabschnitten beseitigen. Durch den
Transport, durch das Absenken in den Rohrgraben und Tausende anderer Ursachen wurde die Isolation stellenweise bis auf die Metalloberfläche beschädigt. Wir bezeichneten solche Schäden als Durch- oder Einschüsse.
Diese Stellen wurden glatt geschnitten, gesäubert und mußten anschließend neu mit Primer eingestrichen werden. Auf
die mit Handbrennern vorgewärmten Schadstellen klebten wir nacheinander drei sich überlappende Flicken. Leider lösten
sich nach einigen Stunden deren Ecken und standen ab. Wir bezeichneten sie als “Eselsohren”. Für die SIGS
-Mitarbeiter waren diese bei der Abnahme wahre Objekte der Befriedigung. Mit sichtbarem Genuss erfassten sie mit
spitzen Finger die abgelösten Ecken und zogen die Flicken triumphierend ab. Wieder zeitaufwendige Nacharbeit für uns...
Da kam mir ein rettender Einfall. Als Kind bin ich viel mit dem Fahrrad gefahren und hatte dementsprechend öfters
Reifenpannen. Wenn ich dann missmutig die Reifen flickte, fiel mir auf, dass die bereits mit Kleber vorbeschichteten
Gummiflecken aus dem Reparaturset allesamt abgerundete Ecken hatten. Sollten also die spitzen Ecken unserer
Flicken die Ursache dafür sein, dass sie sich nach kurzer Zeit vom Untergrund ablösten? Wir probierten es aus und
schnitten die Ecken an einigen Flicken rund. Dabei leisteten uns die neuen Messer wiederum gute Dienste. Wenn man
beim Rundschneiden dazu noch das Messer um etwa 45° neigte, entstand an der Folie eine schräge Kante. Tatsächlich
hielten die Flicken mit abgerundeten Ecken bombensicher, während sich bei den anderen “unbehandelten” die Ecken
wiederum lösten. Unter den SIGS-Mitarbeitern gab es ziemlich lange Gesichter und einige abgebrochene Fingernägel,
als sie bei der nächsten Abnahme feststellen mussten, dass wir ihr “Lieblingsspielzeug” entschärft hatten...
Anfang Februar ließ die für diese Gegend hier ungewöhnlich strenge Kälte nach, und die Tagestemperaturen erreichten
angenehme Werte. Mit den steigenden Temperaturen tauchte ein neues Problem auf. Wenn wir einen Rohrabschnitt
fertig gewickelt hatten, und die Sonne eine Weile auf die schwarze Polykenfolie schien, dehnte diese sich erheblich aus.
Die früh noch so makellos glatte und glänzende Oberfläche verwandelte sich in ein scheußliches Faltengebirge. Abends,
wenn die Sonne verschwand und die Luft abkühlte, zog sich die Folie zusammen, und das Rohr sah wieder gut aus. Wir
änderten deshalb unsere Arbeitsstrategie. Früh am Morgen säuberten wir einen größeren Rohrabschnitt als bisher üblich
, strichen ihn mit Primer ein oder verrichteten andere Tätigkeiten. Erst in den späten Vormittagsstunden, wenn die
Sonne die Rohroberfläche ordentlich aufgeheizt hatte, begannen wir die Isolierfolie zu wickeln. Diese konnte sich dann
später kaum noch ausdehnen und das Ergebnis war ein tadellos gewickeltes Rohrstück, ohne die gefürchteten Falten und Blasen.
Allmählich formierte sich unsere Brigade und Routine zog ein. Auch die sowjetischen Kontrolleure hatten ihr Verhalten
uns gegenüber grundlegend geändert. Sie anerkannten, dass die Brigade HISO 1 kontinuierlich gute Qualität lieferte. Es
kam sogar vor, dass die Mitarbeiter von SIGS, nachdem ihr Hubschrauber in unserer Nähe gelandet war, nur mit uns
über Gott und die Welt quatschten, ohne auch nur einen Blick auf das “Kontrollobjekt” zu werfen. Einmal brachten sie
auch eine junge hübsche Kollegin mit. Wir beobachteten mit heimlichem Vergnügen deren verzweifelte Bemühungen, die
Aktgalerie in unserem Aufenthaltswagen einfach zu ignorieren und trotzdem aus den Augenwinkeln auf die für sie ungewohnten Sexplakate zu schielen.
Es war für uns schon fast selbstverständlich geworden, wenn wir einen Bauabschnitt beendet hatten, mit gelber Ölkreide
“HISO 1”auf das Rohr zu schreiben – unser Qualitätssiegel gewissermaßen... Dann wurden Franky und Peter, die
beiden Schweißer, in andere Brigaden umgesetzt. Peter avancierte selbst zum Brigadier einer Schweißerbrigade. Beiden ehemaligen Kollegen sind wir später noch oft begegnet.
Spitznamen entstanden - geboren aus oftmals banalen Anlässen. Frank, unser Meister, erhielt seinen “Trassennamen”
auf Grund seines großzügig proportionierten Riechorgans zuerst: “Zapfen”. Weil sich die sächsische Version “Zappen”
jedoch besser anhörte und damit der Allgemeinheit gefiel, blieb es dabei. Den außer ihm noch verbliebenen Frank
tauften wir kurzerhand “Schweinebacke”. Zwar etwas hart, traf der Spitzname aber genau des Pudels Kern. Verfressen,
ständig für ein außerplanmäßiges Nickerchen zu haben, hatte er mit seinen pubertierenden Hängebacken eine
außergewöhnliche Fähigkeit entwickelt, sich vor jeder Arbeit erfolgreich zu drücken. Jens, der Erzgebirgler, und ich
boten keine verwertbaren Angriffsflächen und blieben deshalb unbehelligt. Gerhard, unserem Schieber, (Brigadier) wurde
auf Grund seines autoritären Verhaltens jedes Anrecht auf einen ordentlichen Spitznamen abgesprochen. Er musste
sich fortan mit seinem “ordinären” Taufnamen begnügen, was ihm stets echte Probleme bereitete. Auf sein Image legte
er außerordentlich großen Wert. Seinen Spannemann hingegen bezeichnete man erstens wegen seiner ausgesprochen
geringen Körpergröße und zweitens wegen seiner boshaften Hinterhältigkeit als “Trassengnom”. Beide hingen
gewöhnlich zusammen wie Pech und Schwefel und erhielten deswegen den Gruppennamen “Dick und Doof”.
Komischerweise entstanden diese Spitznamen nicht in den eigenen Reihen, sondern wurden in anderen Brigaden ausgeheckt.
Noch etwas äußerst Wichtiges hatten wir mitbekommen: Zappen und auch einige andere Lackschuhe waren
ausgesprochene Knoblauchhasser. Es begann damit, dass auf den hiesigen Bauernmärkten Knoblauchzöpfe angeboten
wurden, und ein Knoblauchfan aus unserer Brigade einen solchen Zopf mitbrachte. Unter den hier vorhandenen klimatischen Bedingungen - möglicherweise spielte auch der Boden eine Rolle - gedieh dieses anrüchige
Zwiebelgewächs ausgezeichnet. Die riesigen, fast faustgroßen, dunkelvioletten Knollen erweckten auch das Interesse
der anderen Kollegen. Aus dem ersten zaghaften Probieren entwickelte sich rasch eine wahre Sucht und es war nicht
ungewöhnlich, wenn die “Norm” bei einer Knoblauchzwiebel pro Person und Tag lag. Aber diese Angewohnheit wurde
auch in anderen Brigaden eifrig praktiziert. Wenn unser Meister früh zur Arbeitseinweisung den Aufenthaltswagen betrat,
drückte ihn die penetrant stinkende Knoblauchwolke fast wieder rückwärts aus dem Raum. Er verzog jedes mal
angewidert das Gesicht: “Habt ihr Schweine wieder Knoblauch gefressen? !” Zukünftig führte Zappen, wenn das Wetter
mitspielte, seine Einweisungen auf dem Baustellengelände durch. Um die abschreckende Wirkung dieses edlen Gemüses noch zu erhöhen, hängten wir die Knoblauchzöpfe an die Fenster des Bauwagens. Allerdings brachte der
reichliche Genuss auch persönliche Nachteile mit sich. Verheiratete Urlauber berichteten nach ihrem Urlaub, dass ihre
Ehefrauen sie aus dem Bett verbannt hätten. Der Gestank sei einfach zu unerträglich gewesen. In der Tat bewirkte der
tägliche Verzehr von Knoblauch, dass man nicht nur aus dem Mund roch, sondern die ätherischen Öle auch durch die
Haut ausgeschieden wurden. Also befleißigte sich zukünftig jeder potentielle Urlauber, seinen Knoblauchkonsum mindestens eine Woche vor Urlaubsantritt gänzlich “herunterzufahren”...
Erfreulicherweise gab es während dieser Aufbauphase verhältnismäßig wenig Unfälle mit Personenschäden. Mit
Sicherheit war oftmals auch etwas Glück dabei. Logischerweise maß man bei einem so außergewöhnlich großen Bauvorhaben dem Arbeitsschutz eine bedeutende Rolle zu. Um ihre Präsenz zu demonstrieren, schwärmten die
trasseneigenen Arbeitsschutzinspektoren scharenweise aus, um die Bestimmungen des GAB ( Gesetzwerk der DDR
über Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz) zu überprüfen und deren Einhaltung durchzusetzen. Zugegeben, ihre
Bemühungen waren durchaus korrekt und eigentlich auch für unser Wohl gedacht. Die Realität jedoch sah völlig anders
aus. Um den Bestimmungen des GAB gerecht zu werden, hätten wir keinen Fuß aus dem Wohnlager setzen dürfen.
Eines Vormittags erschien ein solcher Sicherheitsinspektor im Lackschuh-Outfit bei uns. Wir arbeiteten an einer
Baustelle, wo das Rohr durch ausströmendes Grundwasser “abgesoffen” war. An der Leitung befanden sich zahlreiche
Schadstellen. Um an diese heranzukommen, pumpen wir das ständig nachsickernde Wasser ab. Mit dem Sinken des Wasserpegels mussten beide eingehängten Pumpen ständig nachgerückt werden. Die uns nach der Einreise
ausgehändigten Arbeitsschuhe, vorschriftsmäßig mit grobstolliger Sohle und Stahlkappe, gewährleisteten zwar ein
sicheres Laufen auf der Erde, jedoch nicht auf dem durch die Isolierfolie spiegelglatt gewordenen Leitungsrohr. Die von
uns in einem Warenhaus von Bogorodshany billig gekauften Turnschuhe schmiegten sich mit ihren weichen
Gummisohlen hervorragend an die Rohroberfläche an und garantierten so einen sicheren Halt. Einzige Nebenwirkung: in
den kaum atmungsaktiven Schuhen reagierten die Füße mit einem etwas strengen Odeur... Der gewissenhafte Inspektor
erklärte dieses für uns so wichtige Schuhwerk als einen ernsthaften Verstoß gegen die Arbeitsschutzbestimmungen.
Unseren Beteuerungen, dass wir mit solchen Turnlatschen auf dem Rohr hervorragend laufen könnten, schenkte er nicht
die geringste Beachtung. Um uns zu beweisen, dass man auch mit vorschriftsmäßigen Arbeitsschuhen über ein
isoliertes Rohr laufen könne, betrat er dieses festen Schrittes... Im Einklang mit dem Sprichwort “Wenn dem Esel zu
wohl wird, geht er aufs Eis tanzen...” Er schaffte ganze zwei Meter, bevor er unspektakulär in das eiskalte Wasser
rutschte. Möglicherweise mochte der Mittfünfziger ein guter Schwimmer sein, doch diese Veranlagung nützten ihm in
diesem Falle herzlich wenig. Der Abstand zwischen dem Rohr und der Wand des Rohrgrabens betrug weniger als einen
Meter. Sich emporzuziehen oder wenigstens festzuhalten war weder am glatten Leitungsrohr noch an der glitschigen
Grabenwand möglich. Der Mann strampelte zwar verzweifelt, doch die vollgesogene Bekleidung zog ihn nach unten in
das kristallklare Wasser. Uns stockte der Atem. Insgeheim hatten wir uns zwar eine solche “Panne” herbeigewünscht,
aber die jetzige Situation war nun wirklich bedrohlich. Ausgerechnet die sonst so schläfrige ”Schweinebacke” reagierte
unerwartet schnell. Gemeinsam mit einem Komatsu-Fahrer rannte er zur Unglücksstelle, legte sich flach auf das Rohr
und grapschte, während ihn der Rohrlegermaschinist an den Beinen festhielt, nach dem Ertrinkenden. Es gelang ihm,
den Kragen der Wattejacke zu erfassen, und langsam zogen die beiden den Mann aus dem Wasser. Zum Glück hatte
dieser noch nicht das Bewusstsein verloren. Im Aufenthaltswagen flößten wir ihm literweise heißen Tee ein, nachdem
wir ihn trockengerieben und mit reichlichen Spenden aus unseren Bekleidungsreserven versorgt hatten. Nach diesem
Vorfall wurden wir niemals mehr von einem Sicherheitsinspektor auf die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen kontrolliert.
Zwei Tage später überreichte Gerhard, unser Schieber, dem “Verwalter” der Brigadekasse einen 50-Rubel-Schein...
Mit Beginn des Monats März gewann die Sonne immer mehr an Oberhand. Auch die Nächte waren jetzt frostfrei und
spürbar kürzer geworden. Die Natur um uns lebte auf, und erst jetzt erkannten wir die Vielfalt von Flora und Fauna dieser Vorkarpatenlandschaft.
Verschiedene Neuankömmlinge tauchten im Bestand der Brigade auf und verschwanden wieder. Teilweise gute Kollegen
. Ehe sie jedoch im Kollektiv aufgenommen werden konnten, setzte sie der unbarmherzige Trassenbürokratismus wieder um...
Jens hatte seinen “ARO” erhalten. Funkelnagelneu nahm er das aus Leipzig/Engelsdorf re-importierte Modell in Besitz
und durfte fortan Lackschuhe über die holprigen Pisten schaukeln. Natürlich besuchte er unsere Brigade oft und überzeugte seine Mitfahrer, dass wir etwas Besonderes seien – der Kaffee wäre ganz ausgezeichnet...
In meinem Kopf kreisten jetzt Urlaubspläne. Den Antrag hatte ich Zappen bereits ausgehändigt. Es fehlte nur noch die
Bestätigung der Abteilung “Pass und Visa”. Bereits wenige Tage später fand ich meinen Namen in der Ausreiseliste auf
dem Aushang im Korridor der Wohnlagerleitung. Anfang April konnte ich nach Hause fliegen. Dies war nun sicher.
Geschenke hatte ich schon genug gekauft: viele einheimische Erzeugnisse, aber auch verschiedene Leckereien aus
unserem Laden, die man in der DDR allenfalls im “Delikat” erhielt. Als ich am Abreisetag meinen Koffer und die
Reisetasche packte, riet mir Roland, das Rasierzeug obenauf zu legen. Im Falle, dass die sowjetischen Grenzer das
Foto im Reisepass mit dem bärtigen Original nicht anerkennen würden, könnte ich mir immer noch auf die Schnelle das
Gestrüpp abschaben. Die Sorge wegen des Bartes war glücklicherweise unbegründet. Bei der Grenzabfertigung bat
mich der Grenzer nur höflich, mit meiner Hand das bewucherte Kinn abzudecken. Schließlich nickte er zustimmend und
knallte den Stempel in meinen Reisepass. Kurz vor dem Start unserer Maschine orgelte eine Kette sowjetischer
Abfangjäger über die Startbahn und zog nach dem Abheben steil in die Höhe. Kurze Zeit später zog auch unser Flugzeug seine vorschriftsmäßige Platzrunde über Lwow und schwenkte dann ab in Richtung Heimat...
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